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25.01.2018

GeoNet.MRN ist Mitglied des International Data Spaces e.V.

Die International Data Spaces sollen neue Wertschöpfungsketten für Geoinformation ermöglichen

Die Bedeu­tung und Wert­schöp­fung inter­net­ba­sier­ter Diens­te auf Basis intel­li­gent ver­knüpf­ter Daten – so genann­ter Smart Ser­vices – nimmt stark zu. Dabei spielt auch Geoinformation eine wichtige Rolle. Die Geoinformatik versteht Geoinformation als Rohstoff, der in nahezu allen Sektoren und Wirtschaftsbereichen genutzt werden kann: Aus Daten und Geodaten ent­ste­hen Geschäfts­mo­del­le, aus Geschäfts­mo­del­len Wer­te, aus Wer­ten Wachs­tum und Wohl­stand. Die International Data Spaces (IDS) eröff­nen Unter­neh­men aus Indus­trie, Dienst­leis­tung und Han­del eine neue Dimen­si­on sowohl im Umgang mit Daten als auch in der Nut­zung von Daten und Geodaten, den Roh­stoffen der digi­ta­len Öko­no­mie. 

Die International Data Spaces sind in ihrer Konzeption geeignet, Wertschöpfungsketten, in denen Geoinformation eine wichtige Rolle spielt, zu ermöglichen, die bisher aus Governancegründen nicht umgesetzt werden konnten. Mit diesem Hintergrund ist GeoNet.MRN mit Unterstützung der Kybeidos GmbH, Heidelberg, seit Ende 2017 Mitglied des International Data Spaces e.V.

Die International Data Spaces sind ein vir­tu­el­ler Daten­raum

Für Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sind Daten nur dann wert­voll, wenn sie zugänglich sind und ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Gleich­zei­tig muss eine umfas­sen­de und gemein­hin akzep­tier­te neue Umgangs­pra­xis mit der Ver­wer­tung und Nut­zung von Daten ver­an­kert wer­den. Der Indus­tri­al Data Space ist ein vir­tu­el­ler Daten­raum, der den siche­ren Aus­tausch und die ein­fa­che Ver­knüp­fung von Daten in Geschäfts­öko­sys­te­men auf Basis von Stan­dards und mit Hil­fe gemein­schaft­li­cher Gover­nan­ce-Model­le unter­stützt.

Die Daten wer­den im IDS nur dann aus­ge­tauscht, wenn sie von ver­trau­ens­wür­di­gen, zer­ti­fi­zier­ten Part­nern ange­fragt wer­den. Der Daten­eig­ner bestimmt selbst, wer die Daten wie nut­zen darf. Im Ergeb­nis kön­nen Part­ner einer Wert­schöp­fungs­ket­te in gegen­sei­ti­gem Ein­ver­ständ­nis gemein­sam auf bestimm­te Daten zugrei­fen, um jeweils oder gemein­sam damit etwas Neu­es anzu­fan­gen, neue Geschäfts­mo­del­le zu ent­wi­ckeln, ihre eige­nen Pro­zes­se effi­zi­en­ter zu gestal­ten oder ander­wei­tig zusätz­li­che Wert­schöp­fungs­pro­zes­se zu initi­ie­ren.

Von den International Data Spaces zum Regional und Urban Data Space

Die IDS wurden ursprünglich mit dem Ziel des gesicherten Datenaustausches zwischen Unternehmen entwickelt. Bekanntlich ist die Bereitstellung und Nutzung von Geoinformation sehr stark in der Verwaltung verankert. Aktuell entwickelt GeoNet.MRN e.V. im Rahmen mehrerer Projekte einzelne Bausteine einer kooperative Regionaldateninfrastruktur. Dabei geht es in aller Regel darum, bisher nicht verfügbare Datenschätze zu heben und in einem intelligent vernetzten Plattform-Landschaft verfügbar zu machen. Hierzu benötigt es Vertrauen und ausgefeilte (Daten-)Governance-Modelle. Die Mitgliedschaft des GeoNet.MRN im International Data Spaces e.V. ziel darauf ab, die Eignung des IDS für eine solche neuartige Regionaldateninfrastruktur zu überprüfen. Aus dem ursprünglichen Industrial Data Space wird so ein Regional oder Urban Data Space

Wer steht hinter den International Data Spaces?

Die Initia­ti­ve zu den International Data Spaces (vormals Indus­tri­al Data Space) wur­de Ende 2014 gemein­schaft­lich von Tei­len der Wirt­schaft, Poli­tik und For­schung in Deutsch­land ins Leben geru­fen und ver­folgt seit­dem das Ziel, sowohl Ent­wick­lung als auch Nut­zung auf euro­päi­scher bzw. inter­na­tio­na­ler Ebe­ne zu eta­blie­ren.

Das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF) geför­der­te gleich­na­mi­ge For­schungs­pro­jekt der Fraun­ho­fer-Gesell­schaft zielt auf die Ent­wick­lung eines Refe­renz­ar­chi­tek­tur­mo­dells des Indus­tri­al Data Space sowie des­sen Pilo­tie­rung in aus­ge­wähl­ten Anwen­dungs­fäl­len ab.

Die International Data Spaces Asso­cia­ti­on ver­tritt als Anwen­der­ver­ein die Inter­es­sen der Unter­neh­men. Ins­be­son­de­re iden­ti­fi­ziert, ana­ly­siert und bewer­tet der Ver­ein die Anfor­de­run­gen der Unter­neh­men an die International Data Spaces und wirkt bei der Ent­wick­lung des Refe­renz­ar­chi­tek­tur­mo­dells mit. Dabei steht er im engen und direk­ten Aus­tausch mit den Ver­tre­tern des BMBF-For­schungs­pro­jekts.

Nutzen und Mitwirkungsmöglichkeiten für Mitglieder und Partner

In den nächsten Monaten sollen gemeinsam mit Partnern und Mitgliedern Knowhow und Kompetenzen aufgebaut werden. GeoNet.MRN wird im Rahmen laufender Projekte erste Anwendungsfälle des Regional Data Spaces prototypisch umsetzen und die Erfahrungen teilen. Haben Sie eigene Use Cases, die Sie umsetzen möchten?  Kontaktieren Sie uns. Für weitere Informationen den International Data Spacessteht die Geschäftsstelle des GeoNet.MRN Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt und weitere Informationen

Hartmut Gündra
Clustermanager

Netzwerk Geoinformation der Metropolregion Rhein-Neckar e.V.
GeoNet.MRN
Czernyring 22/11
69115 Heidelberg

E-Mail: hguendra@geonet-mrn.de
Tel.: +49 (6221) 477-788
Mobil: +49 (151) 54282534

 

Autor: Hartmut Guendra
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Ansprechpartner
 
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hguendra@geonet-mrn.de